Wild und frei~Die Kinder des Windes

 

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 [Kurzgeschichte]Verlorene Worte

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Schattenfeder

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BeitragThema: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Mi Mai 01, 2013 2:41 am


Herzlich Willkommen zu meiner 1. kleinen Kurzgeschichte hier. :3
Diese Geschichte hatte den Hintergrund, dass ich mich zu der Zeit mit 2 guten Freundinnen gestritten habe, daher teile ich sie wohl eher in die traurige Kategorie ein.
Der Titel kam spontan, ich hatte einfach das Gefühl er würde passen.

Zu der Story an sich:
Auch diese entstand eher spontan und wurde hier und da etwas abgeändert bzw. grob von der Ursprungsidee übernohmen.
Ich habe ein offenes Ende gelassen, um dem Leser etwas Freiheit zu geben. Auch der Anfang beginnt eher im offenen Sinne.

Zum Schreibstil etc.:

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.~
Ich habe mich zwar bemüht, so viele wie möglich auszuschließen, aber übernehme keine Haftung für Kommafehler etc.
Was meinen Schreibstil angeht: Ich bin nicht sehr geübt darin, viel zu schreiben oder überhaupt zu schreiben und dies ist meine 1. richtige Story, die ich überhaupt veröffentliche. Also seid bitte nicht zu streng. ;')
Kritik ist trotzdem erwünscht.


Verlorene Worte



Kläffend sprang der Pudel in letzter Sekunde zur Seite und sein empörtes Gebell verfolgte sie die verwinkelte Gasse hinunter, als sie, ohne von ihm Notiz zu nehmen, weiterhastete. Sein Herrchen wirbelte herum und ließ mehrere ausländisch klingende Schimpfwörter vernehmen, die in dem Dröhnen der Automotoren untergingen. Keuchend stolperte sie weiter die schmale Straße hinab, ihr Spiegelbild huschte dabei neben ihr in den Glasscheiben der Schaufenster entlang, verschwand, sobald sie diese passiert hatte und tauchte bei den nächsten Läden genauso unscheinbar wieder auf, als wolle es sie durch seine Anwesenheit dazu anstacheln, schneller zu laufen. Ihre Augen eilten zu den an ihr vorbei fliegenden Straßenschildern, versuchten die fremden Worte zu entziffern und irgendeinen Hinweis zu finden, der ihr versichert hätte, den richtigen Weg gewählt zu haben. Doch dieser blieb aus. Keines der sandfarbenen Häuser in diesem Stadtteil kam ihr bekannt vor, weder diese mit den gemütlichen Balkonen auf denen sich die Blumentöpfe drängten, als jene vor deren Eingang sich stets eine kleine Kinderschar angesammelt hatte, um sich mit ihren wenigen Spielzeugen wie Murmeln oder kleinen Bällen fröhlich und unbeschwert die Zeit zu vertreiben. Je weiter sie rannte, desto mehr kroch die Erschöpfung in ihr hoch und ihre Zuversicht schwand mit jeder Ecke, hinter der sich statt dem erhofften Ziel nur eine weitere schier endlose Straße entlangschlängelte. Verzweifelt schob sie im Laufen die Hand in ihre Hosentasche und tastete nach ihrem Handy. Sie musste es verhindern. Sie musste ihn aufhalten, bevor es zu spät war. Hastig zog sie das kleine Gerät, ihre letzte Hoffnung, heraus. Tränen schossen ihr in die Augen, während sie sich bemühte mit zittrigen Fingern die richtige Rufnummer einzugeben. Ihr Blick schwankte unsicher durch die unbekannte Umgebung während sie das Handy an ihr Ohr presste und sich dem leisem Tuten ergab. Es durfte nicht zu spät sein. Ihre Füße schmerzten bereits, als sie erneut in eine weitere Gasse abbog und weiter stürmte. Das rhythmische Geräusch, das wie im Takt aus ihrem Handy ertönte, erfüllte ihren Kopf und sperrte jeden anderen Gedanken aus. Hinter einem morschen Zaun hielt sie und presste ihren Rücken gegen das das dunkle Holz. Keine Menschenseele würde sie hier finden. Innerlich inbrünstig bittend wartete sie. Die Minuten verstrichen. Sie warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. In 2 Minuten würde das Flugzeug starten. Dann wäre auch die letzte Möglichkeit, ihn per Handy zu erreichen, verloren gegangen sein. Wie im Traum starrte sie vor sich hin und blendete den Lärm ihrer Umgebung aus. Ihr schien es, als würde es nichts mehr außer ihr und ihrem Handy, die letzte Möglichkeit ihn zu erreichen, geben. Eine Träne rannte ihr die Wange hinunter. Energisch wischte sie diese weg. Im selben Moment erklang ein Klicken am anderen Ende der Leitung und ihr Herz setzte für einen Moment aus. Er hatte abgenommen. Ungläubig starrte sie die Schaltfläche ihres Handys an. Ihre Gedanken rasten. Unfähig auch nur einen Laut von sich zu geben, versuchte sie sich an die Worte, an die Sätze zu erinnern, die sie ihm hatte sagen wollen, über die sie sich seit der Erkenntnis ihres Fehlers Gedanken gemacht hatte. Langsam, voller Freude über dieses Wunder, fing sie sich wieder und wollte gerade zum Sprechen ansetzen, als eine fremde Stimme ertönte.
„Wer ist da?“
Schlagartig verstummte sie. Wer war das? Warum…Konnte es sein…Verzweifelt sank sie ihren Blick. Ihre Augen folgten der Schrift ihres Handys, bis sie zu der von ihr gewählten Handynummer angelangten, in der bitteren Hoffnung, es würde nicht wahr sein.
„Wer bitte ruft mich gerade an?“
689217305. Statt der 7 am Ende der Nummer, hatte sie die 5 eingetippt.
„Ich finde das nicht witzig, entweder antworten Sie, oder ich lege auf.“
Die fremde Person am Ende der Leitung wurde immer lauter. Obwohl sie nur wenig dieser Sprache verstand, begriff sie und tippte auf den Auflegen-Button. Eine kalte Leere bereite sich in ihrem Inneren aus. Sie blickte langsam erneut auf die Armbanduhr. 19:05 Uhr. Der Flug hatte begonnen. Er würde sein Handy ausgeschaltet haben, so wie es von einem beim Start des Flugzeuges verlangt wurde. Es war zu spät. Der Gedanke brannte sich in ihr Herz. Hätte sie sich nicht verwählt, hätte sie ihn noch erreichen können. Eine Träne lief ihr über das Gesicht. Sie wischte sie nicht weg. Fast unmerklich senkte sie die Hand, in der noch immer ihr Handy lag. Es war vorbei. Ein leises Schluchzen stieg in ihr hoch. Es war alles ihre Schuld. Die Abendsonne schickte ihre Lichtstrahlen durch eine Ritze des alten Zaunes. Ein fernes Vogelzwitschern begleitete ihr Weinen, während sie von weitem das Lachen der spielenden Kinder vernahm. Sie presste den Kopf auf ihre Knie und kauerte sich mit gekrümmten Rücken zusammen. Hätte sie sich nicht verlaufen, hätte sie den Weg zum Flughafen gefunden. Sie biss die Zähne zusammen während immer mehr Tränen zu Boden tropften und dunkle Flecken auf dem Pflaster bildeten. Hätte sie den Flughafen erreicht, hätte sie ihn aufhalten können. Mit zu Fäusten geballten Händen gab sie sich dem Schmerz hin, der wie Dornen in ihr Herz eindrang. Es durfte nicht wahr sein. Langsam öffnete sie die Augen. Die Welt verschwamm vor ihr. Es war doch bloß ein Satz, den sie ihm sagen wollte. Sie bemühte sich, ihr Schluchzen unter Kontrolle zu bringen, diesem gewaltigen Zerren in ihr zu widerstehen. Es gelang ihr nicht.
Es tut mir leid.


Jegliche Rechte vorenthalten.
Diese Geschichte ist Nightstar und Nebelschein gewidmet.


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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Mi Mai 01, 2013 2:52 am

Die geschichte ist gut geschrieben.Ein bisschen elegant.Ich habe glaube ich auch keine Fehler gefunden.
Die berürt(<-mit h?) mich echt :o

Zitat :
Diese Geschichte ist Nightstar und Nebelschein gewidmet.

so eine tolle Geschichte hab ich doch garnicht verdient :´3

Night~

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Und erzählt mir die Stille
macht das ich weiß
ihr seid immer noch bei mir,
auch wenn ihr schweigt.

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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Mi Mai 01, 2013 3:11 am

Och man Feder *knuddel drück* Das war doch net nötig :o
aber trotzdem echt super geschrieben ich fand sie klasse :)

~Nebel

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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Mi Mai 01, 2013 3:31 am




Danke für eure Kommentare und gern geschehen. ;3

Ich werde mich bemühen, meinen Schreibstil aber hier und da trotzdem noch zu verbessern.^^

~Feder


Zuletzt von Schattenfeder am Mi Mai 01, 2013 3:32 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Mi Mai 01, 2013 3:32 am

Immerhin tausendmal besser als mein lappisches geschreibe XD.
Du kannst das alles viel viel besser ich beneide dich richtig darum :D

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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Mi Mai 01, 2013 3:35 am

Ach, quatsch.^^

Du schreibst ja mehr in Richtung Gedichte, das ist schon ein großer Unterschied und außerdem brauche ich mehrere Stunden für sowas. ._.
Was das für ein Horror wäre, wenn ich an ner echten Geschichte schreiben würde...
Nya, immerhin drückst dich trotz allem besser aus als ich und deine Stories ergeben Sinn. ;3
Meine war schließlich nur spontan so dahergeschrieben. ._.

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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Do Nov 02, 2017 9:24 am

Fml shut up gurl.

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BeitragThema: Re: [Kurzgeschichte]Verlorene Worte   Do Nov 02, 2017 9:25 am

hoe u shut up u wonna fight

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